SAP: Standardsoftware Logistik
Unter den Punkt SAP findet ihr auch hoffentlich bald einige Infos zum Allgemeinwissen über SAP.
Hier sollen nun die Fragen des Skripts aufgeführt und beantwortet werden.
I. Beschaffungs- und Lagerlostik
2.1. Was versteht man unter dem materialwirtschaftlichen Optimum?
Die Sicherstellung der Lieferbereitschaft für die Produktion zu minimalen Kosten.
Die Materialwirtschaft hat somit die technische Aufgabe, die Bereitstellung der richtigen Güter, in der richtigen Menge, in der richtigen Qualität, am richtigen Ort zu richtigen Zeit zu beschaffen und dabei auch die Bereitstellung zu minimalen Kosten durchzuführen.
2.2. Welche Kostenarten sind für die Beschaffungs- und Lagerlostik relevant?
Die relevanten Kostenarten sind:
direkten Materialkosten: diese entsprechen dem Einstandspreis pro Einheit multipliziert mit der beschafften Menge. Der Preis ist um Rabatte, Zuschläge, Frachtkosten etc. bereinigt.
Bestellkosten: dies sind die im Rahmen der Bestellabwicklung fix anfallenden Kosten wie Personalkosten des Einkaufs, EDV-Kosten, Kosten des Wareneingangs und Rechnungsprüfung. Bei Eigenfertigungsteilen sind entsprechend die Rüstkosten heranzuziehen.
Lagerkosten: Hier unterscheiden wir zwischen den fixen und variablen Kosten. Wesentliche variable Kosten sind: die Zinsen für das gebundene Kapital, Verderb, Akterung, Schwund und die Versicherung. Wesentliche Fixkosten sind die Raumkosten und die Personalkosten.
Fehlmengenkosten: Diese entstehen, wenn das angeforderte Material nicht termingerecht an dem gewünschten Ort in der gewünschten Menge und Qualität zur Verfügung gestellt werden kann. Sie liegen in der Form vor, dass Produktionskapazitäten nicht genutzt werden können, Kunden verärgert werden, Konventionalstrafen gezahlt werden müssen, in Zukunft Aufträge wegen verschlechtertem Image verloren gehen.
2.3. Wie hoch ist der Lagerkostensatz in %?
Bezogen auf den Wert des gelagerten Materials beträgt er zwischen 19 und 32 Prozent. Dies unterstreicht die Relevanz der Lagerkosten für die Materialwirtschaft.
2.4. Welche materialwirtschaftliche Grundfunktionen sollte ein ERP-System abdecken? Sind diese im Funktionsumfang von R/3 enthalten?
Um sowohl die KOsten eines Lagers gering zu halten, als auch die Lieferbereitschaft zu halten ist ein integriertes System auf einer gemeinsamen Datenbasis erforderlich. Zu den Grundfunktionen der Materialwirtschaft gehören hierbei:
Stammdaten: Dies sind bspw. Materialstammdaten, Lieferantenstammdaten, Einkaufsinformationen, Konditionen sowie die allgemeinen Stammdaten.
Materialdisposition: zentrale Aufgaben ist die Bedarfsermittlung, Überwachung der Bestände und insbesondere die automatische Generierung von Bestellvorschlägen für den Einkauf durch Einsatz verschiedener Dispositionsmethoden.
Einkauf: Ein integriertes Einkaufssystem sollte den Einkäufer bei der Angebotseinholung und Lieferantenauswahl durch entsprechende Routinen unterstützen, die Routinetätigkeiten bei Anfrage und Bestellbearbeitung verringern und Lieferanten- und Materialbezogene Entscheidungsinformationen liefern.
Bestandsführung: Unterstützt die Planung, Erfassung und den Nachweis aller Warenbewegungen und ist für die möglichst zeitgleiche mengen- sowie wertmäßige Führung aller Materialbestände verantwortlich. Weiterhin sollte sie die Inventur durch die Bereitstellung verschiedener Inventurverfahren unterstützen.
Rechnungsprüfung:Sie stellt die Schnittstelle zwischen Materialwirtschaft und Finanzbuchhaltung her.
2.5. Welche Zusammenhänge im Bezug auf den Informationsfluss gibt es im SAP R/3-System zwischen der Materialwirtschaft und den Bereichen Controlling, Finanzbuchhaltung, Produktionsplanung, Instandhaltung und Vertrieb?
Alle Komponenten des SAP R/3-Systems zeichnen sich durch einen hohen Grad der Integration aus. Dadurch wird der Informationsfluss zwischen allen Komponenten im System gewährleistet.
Controlling: Materialverbräuche, die bei Entnahmen in der Materialwirtschaft gebucht werden, stehen automatisch der Kostenrechnung zur Verfügung. Ebenso können Wareneingänge direkt als Verbrauch einer Kostenstelle oder einem Auftrag belastet werden. Materialeingang und Materialverbrauch schlagen sich auch auf die Kostenstelle nieder
Finanzbuchhaltung: Alle Zu- u. Abgänge der Bestandsführung werden auf den Konten der Fibu fortgeschrieben.
Eine weitere Schnittstelle zwischen MW und FiBu bildet die Rechnungsprüfung, wo u.a. die Daten der Eingangsrechnungen automatisch in die Kreditorenbuchhaltung übernommen werden.
Produktionsplanung / Instandhaltung: Die in der Produktionsplanung entstehenden Bedarfsanforderungen und der Ersatzteil- und Leistungsbedarf der Instandhaltung werden der Disposition bzw. dem Einkauf zur Verfügung gestellt.
Vertrieb: Bereits bei der Kundenauftragserfassung kann eine Verfügbarkeitsprüfung (available to promise) der Bestände durchgeführt werden, um dem Kunden genaue Auskunft über die Lieferzeit zu geben. Die zu liefernden Mengen werden bei der Warenausgangsbuchung vom Gesamtbestand abgebucht, so dass jederzeit eine genaue Aussage über den verfügbaren Lagerbestand möglich ist.
2.6. Welche Elemente stehen in SAP R/3 zur Verfügung, um die Struktur eines Unternehmens aus materialwirtschaftlicher Sicht darzustellen? Versuchen Sie die Struktur ihres Unternehmens mit diesen Elementen darzustellen.
Mandant, Buchungskreis, Werk, Einkaufsorganisation, Einkaufsruppe, Lagerort. Die Organisationsformen sind hierarchisch aufgebaut; dabei ist die Einkaufsorganisation flexibel einsetzbar. Alle Einstellungen zur UNternehmensstruktur werden im Costumizing vorgenommen.
Mandant: In sich handelsrechtlich, organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheit innerhalb eines R/3-Systems mit getrennten Stammsätzen und einem eigenständigen Satz von Tabellen.
-> Konzern
Buchungskreis: Die kleinste organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens, für die eine vollständige, in sich abgeschlossene Buchhaltung abgebildet werden kann. Dies beinhaltet die Erfassung aller buchführungspflichtigen Ereignisse und die Erstellung aller Nachweise für die Bilanz und G+V.
-> Firma, Tochtergesellschaft
Einkaufsorganisation: Sie ist eine organisatorische Einheit, die Materialien und Dienstleistungen für ein oder für mehrere Werke beschafft und allgemeine Einkaufskonditionen mit den Lieferanten aushandelt. Wir können hier zwischen einen Zentralen Einkauf (einer für alle) und einen dezentralen Einkauf (jeder für sich) unterscheiden.
Werk: Organisatorische Einheit, die ein Unternehmen aus Sicht der Produktion, Beschaffung, Instandhaltung und Disposition gliedert. In einem Werk werden Materialien gefertigt bzw. Waren und Dienstleistungen bereitgestellt. Ein Werk muss einer oder mehreren Einkaufsorganisationen zugeordnet sein. (auch BK-übergreifend)
-> Produktionsstätte, Außenstelle, Filiale
Einkäufergruppe:Die Einkaufsorganisation ist in Einkäufergruppen aufgeteilt, die für die operativen Tätigkeiten zuständig sind. Eine Einkäfergruppe kann auch für mehrere Einkaufsorganisationen tätig sein.
Lagerort:Organisatorische Einheit, die eine Unterscheidung von Materialbeständen innerhalb eines Werks ermöglicht.
=> Folie Seite 11 Skript 1
2.7. Auf welchen drei Ebenen werden die Materialstammdaten bei SAP R/3 gepflegt?
Mandantenebene: Allgemeine Materialdaten, wie die Bezeichnung, die Warengruppe, die Basismengeneinheit, etc. die für das ganze Unternehmen gelten, werden hier gespeichert. Alle Werke, die einem Mandanten zugeordnet sind, greifen auf diese allgemeinen Daten zu.
Werksebene: Daten, die innerhalb eines Werkes sowie für die zugehörigen Lagerorte gelten. werden hier gespeichert. Dazu gehören Dispo- u. Prognosedaten und auch die Buchhaltungsdaten wenn die Bewertung pro Werk stattfindet.
Lagerortebene: Bestände des Materials pro Lagerort werden hier geführt.
2.8. Wie verhindert SAP/R3, dass allgemeine Lieferantendaten wie z.B. die Anschrift mehrmals (redundant) gespeichert werden?
Da die allgemeinen Daten auf Mandantenebene gespeichert werden, können alle berechtigten Organisationseinheiten darauf zugreifen. Diese zentrale Datenhaltung beugt der Redundanz vor. Durch die Integration aller Materialdaten in einem einzigen Datenbankobjekt entfällt das Problem der Datenredundanz. Die gespeicherten Daten können von allen Funktionsbereichen, wie Einkauf, Bestandsführung, Disposition, Rechnungsprüfung usw. gemeinsam genutzt werden.
2.9. Welchen UNterschied besteht bei SAP R/3 zwischen Brutto-, Netto- und Effektivpreis?
Bruttopreis ist der Preis, in dem Zu- und Abschläge nicht berücksichtigt sind. Der Nettopreis ergibt sich aus den Bruttopreis abzüglich Zu- und Abschläge. Der Effektivpreis ergibt sich aus dem Nettopreis abzüglich Bezugsnebenkosten und Skonto.
2.10. Welche Möglichkeiten bietet SAP R/3 bei der Anlage von Einkaufsinfosätzen?
Der Einkaufsinfosatz enthält Informationen zu einem Material, das von einem bestimmten Lieferanten bezogen wird (z.B. Preise, Staffelungen und Konditionen) somit stellt er die Verknüpfung zwischen einem Material und einem Lieferanten dar. Der Einkaufsinfosatz kann sowohl manuell als auch automatisch über ein Kennzeichen beim Erfassen eines Angebots/Bestellung gepflegt werden.
2.11. Welche Steuerungsfunktionen hat die Materialart?
Materialien mit gleichen Eigenschaften werden zu einer Materialart zugeordnet. Hierdurch wird festgelegt, ob die Materialnummer intern (automatisch vom System) oder extern (manuell vom Erfasser) zugeordnet wird. Weiterhin wird gesteuert welche Bildschirmbilder (Sichten) in welcher Reihenfolge bei der Materialstammpflege angezeigt wird. Darüberhinaus wird geregelt, wie die Bestandsführung erfolgen soll (mengenmäßig oder auch wertmäßig) und wie diese in der Buchhaltung bei Wareneingang/ausgang verbucht werden.
2.12. Welches sind die drei Grundfragen, die von der Materialdisposition zu lösen sind?
Die Materialdisposition wird auch Materialbedarfsplanung oder MRP (=Material Requierment Planing) bezeichnet. Ihr Hauptaugenmer setzt sie auf folgende drei Grundfragen.
Gesamtbedarf: Welche Mengen der einzelnen Rohmaterialien und Baugruppen werden in der betrachteten Planperiode insgesamt benötigt? Bestellzeitpunkt: Wann sollen diese Bedarfsmengen bestellt werden? Bestellmenge: In welche Teilmengen wird der Gesamtbedarf aufgeteilt?
2.13. Welche Verfahren der Materialdisposition beitet SAP R/3?
Hier werden zwischen plangesteuerte Disposition und Verbrauchsgesteuerte Disposition unterschieden. Wobei die Verbrauchsgesteuerte Disposition noch in stochhastische (Prognoseverfahren aus Vergangenheitswerten) oder mit Hilfe eines festgelegten Bestellzeitpunktes (Meldebestand) durch die Bestellpunktdisposition. Hier kann der Meldebestand sowohl maschinell als auch manuell erfasst sein.
Die plangesteuerte Disposition kann dafür noch in Leitteile Planung (kritische A Teile), vollständige Stücklistenauflöösung und auch ohne Stücklistenauflösung erfolgen.
2.14. welche Prognosemodelle sind in SAP R/3 möglich?
Konstantmodell:
Ein konstanter Verlauf liegt vor, wenn der Verbrauch um einen Durchschnittswert schwankt. Hier können die vorhandenen Modelle "Konstantmodell" oder "Konstantmodell mit Anpassung der Glättungsfaktoren" gewählt werden.
Trendmodell:
Bei einem Trendförmigen Verbrauchsverlauf steigt oder fällt der Verbrauch über einen längeren Zeitraum hinweg, überlagert von zufälligen Schwankungen. "Trendmodell" oder "Trendmodell der exponentiellen Glättung 2.Ordnung"
Saisonmodell:
Bei einem saisonalen Verbrauchsverlauf treten Abweichungen von einem Grundwert regelmäßig in periodischen Abständen auf. "Saisonmodell"
Trendsaisonmodell:
Bei einem trendsaisonalen Verbrauchsverlauf treten saisonale Schwankungen um einen stetig steigenden Durchschnittsverlauf auf. "Trendsaisonmodell"
2.15. Skizieren Sie den Grundgedanken und die Funktionsweise der Bestellpunktdisposition!
Bei diesem Verfahren wird der verfügbare Lagerbestand (Werksbestand + Bestellbestand) mit dem Meldebestand verglichen.
Der Meldebestand setzt sich aus Sicherheitsbestand (Eiserne Reserve) und dem zu erwartenden durchschnittlichen Materialverbrauch währen der Wiederbeschaffungszeit zusammen. Ist der verfügbare Lagerbestand kleiner als der Meldebestand, so wird ein Bestellvorschlag generiert.
2.16. Skizzieren Sie den Grundgedanken und die Funktionsweise der plangesteuerten Materialdisposition mit Stücklistenauflösung!
Hierbei führt das System für alle zu planenden Bedarfsmengen eine Bedarfsrechnung durch. Anschließend werden die Losgrößen bestimmt, d.h. für eigengefertigte Baugruppen die Einsatzmengen festgelegt und durch die Terminierung die Bereitstellungstermine der benötigten Baugruppen und Komponenten ermittelt.
2.17. Was versteht man unter einer Bestellanforderung und welche Wege gibt es in R/3, auf denen eine BANF entstehen kann?
Eine BANF definiert den Bedarf an einem Material oder einer Dienstleistung und hat folgende Merkmale:
- Wichtigstes Instrument zur Identifizierung der Materialien oder Dienstleistungen, die beschafft werden müssen.
- Sie ermächtigt den Einkauf, Materialien in vorgegebener Menge zu einem vorgegebenen Termin zu beschaffen.
- Sie ist ein interner Beleg, der außerhalb des Unternehmens keinerlei Verwendung findet.
Eine BANF kann direkt oder indirekt erstellt werden:
Indirekt Erstellung über die verbrauchsgesteuerte Disposition (aus Vergangenheitswerten und Lagerbestandsmessung).
Direkte Erstellung durch eine Person der anfordernden Abteilung, die die BANF manuell erfasst und festlegt, was in welchen Mengen zu welchem Termin geliefert werden soll.
2.18. Auf welche anderen Belege kann bei der Erfassung einer Bestellung zurückgegriffen werden?
Alte Bestellung als Vorlage, Anfrage, Kontrakt.
2.19. Worin besteht der Unterschied zwischen Bestellkopf und Bestellposition?
Der Bestellkopf existiert pro Bestellung nur einmal und enthält die Daten, die für die Bestellung einheitlich sind (Lieferantennummer, Zahlungs-/Lieferbedingungen). Pro Bestellung können mehrere Bestellpositionen existieren. Sie enthalten die Daten, die pro Position unterschiedlich sein können (Materialnummer, Menge, Preis, ...)
2.20. Wo können in SAP die "Mahntage" für das Mahnwesen im Einkauf hinterlegt werden?
In einen Programm, das für alle offenen Bestellungen den Liefertermin mit den in der Bestellposition gespeicherten Mahntagen und dem aktuellen Datum abgleicht. Standardmäßig werden die Mahntage bei der Erfassung der Bestellung aus dem Einkaufsinfosatz bzw. aus dem Materialstammsatz übernommen.
2.21. Skizieren Sie den Beschaffungszyklus in R/3 von der Bedarfsplanung bis zur Abwicklung der Zahlung?
1. Bedarfsermittlung
Entweder durch manuelle Erfassung oder durch automatische Generierung
2. Ermittlung der Bezugsquellen
Diese kann entweder durch bereits vorhandene Bezugsquellen mit Berücksichtung vergangener Bestellungen oder Verträgen erfolgen oder aber durch Angebotseinholung.
3. Lieferantenwahl
Die eingehende Angebote werden im System erfasst, das den preisgünstigsten heraussucht.
4. Bestellabwicklung
Hier können die Daten aus der BANF oder dem ANgebot übernommen werden. Auch kann diese automatisch erfolgen.
5. Bestellüberwachung
automatisches Ausdrucken von Mahnungen oder Fälligkeitshinweisen durch das System
6. Wareneingang und Bestandsführung
Der Wareneingang wird mit der ursprünglichen Rechnung verglichen und auf ggf. festgelegte Über-Unterlieferungstoleranzen überprüft.
7. Rechnungsprüfung
8. Zahlungsabwicklung
2.22. Erläutern Sie kurz die Ihnen bekannten Bestellarten und deren Unterschiede!
Terminbestellung, Barbestellung, Konsignationslagerauffüllung, Konsignationslagerentnahme (Bezahlung erst bei Entnahme).
Unterschiede ergeben sich durch unterschiedliche Inanspruchnahme der einzelnen Teilfunktionen. Hierbei handelt es sich um die Erfassung der Bestellung, den Bestelldruck, das Mahnwesen, den WE, der Bearbeitung der ER. So werden beim Termineinkauf alle Teilfunktionen benötigt, beim Bareinkauf und bei der Konsignationslagerentnahme entfällt das Mahnwesen.
Worin besteht der Unterschied zwischen WE-Sperrbestand und Qualitätsprüfbestand?
Soll das gelieferte Material eines Lieferanten einer Qualitätsprüfung unterzogen werden, so wird es zunächst in den Qualitätsprüfbestand gebucht. Wenn sich das Material nach erfolgter Prüfung als brauchbar erwiesen hat, wird es aus dem Qualitätsprüfbestand in den frei verfügbaren Bestand gebucht. Hierbei wird es mengen und wertmmäßig fortgeschrieben.
Mit der Erfassung des WE unter Vorbehalt kann die Lieferung in den WE-Sperrbestand gebucht werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das Material mit Bezug auf den zuvor erfassten Lieferbeleg in der richtigen Menge dem Lager bzw. dem Verbrauch zugebucht werden. Im Sperrlager wird das Material unbewertet geführt, und die Bestellung wird nur Mengenmäßig fortgeführt.
2.24. Auf welchen Konten der Finanzbuchhaltung wird in R/3 ein Wareneingang gebucht?
Neben der Wareneingangsbuchung wird parallel zum Materialbeleg ein Buchungsbeleg erstellt, der die Kontenbewegung in der Buchhaltung enthält. Hier wird der Wareneingang im Soll des Bestandskontos gebucht, wie es im Materialstammsatz definiert wurde. Als Gegenkonto wird das Wareneingangsverrechnungskonto im Haben verbucht.
2.25. Skizzieren Sie den Ablauf des Wareneingangs "mit Bezug zur Bestellung" in R/3 ! Unterscheiden Sie dabei nach Ware, die auf Lager geht und solcher, die direkt für den Verbrauch bestimmt ist.
Bei WE-Buchung wird ein Materialbeleg erstellt, der als Nachweis für die Bewegung dient. Parallel dazu ein Buchhaltungsbeleg. Wenn das Kennzeichen WE-Nachricht in der Bestellung gesetzt wurde, erhält der Einkäufer autom. eine Nachricht, die auf die Lieferung hinweist.
Die Bestandsfortschreibung im Materialstammsatz hängt vom Bestimmungsort der Ware ab:
WE ins Lager: Hier erhöht das System den gesamten bewerteten Bestand und die Bestandsart um die gelieferte Menge. Der Bestandswert wird gleichzeitig fortgeschrieben.
WE in den Verbrauch: Wurde Ware für den Verbrauch angeliefert, wird lediglich die Verbrauchsstatistik im Materialstammsatz fortgeschrieben.
2.26. Welche Konten benötigt die Rechnungsbearbeitung in R/3?
Zur automatischen Kontierung sind folgende Konten erforderlich:
Kreditorenkonto:
Für jeden Kreditor wird in der Nebenbuchhaltung ein eigenes Konto angelegt, auf das alle Beträge gebucht werden, die den Kreditor betreffen. Eine Buchung auf das Kreditorenkonto ist nicht mit einer Zahlung gleichzusetzen.
Bestandskonto:
Hier wird nicht für jedes Material ein eigenes Konto eingerichtet. Vielmehr werden hier Materialien mit ähnlichen Eigenschaften (z.B. Säuren) zu einer Gruppe zusammengefasst. Welches Konto für ein Material relevant ist, wird beim Anlegen des Materials im Materialstammsatz festgelegt.
WE / RE - Verrechnungskonto:
Zwischenkonto zwischen Bestands- und Kreditorenkonto. Beim WE wird der zu erwartende Rechnungsnettobetrag auf das Bestandskonto gebucht; die Gegenbuchung erfolgt auf dem WE / RE - Verrechnungskonto. Diese Buchung wird dann beim Rechnungseingang mit der Gegenbuchung auf das Kreditorenkonto ausgeglichen.
2.27 Wann wird das beim Wareneingang bebuchte WE-/RE-Verrechnungskonto ausgeglichen?
Beim Rechnungseingang.
2.28. Skizieren Sie den Ablauf der Rechnungsbearbeitung in R/3
Ziel der Rechnungsbearbeitung ist es, eingehende Rechnungen zu erfassen und auf Vollständigkeit und Richtigkeit hin zu überprüfen, bevor die Zahlung erfolgt.
Die Tätigkeit der Rechnungsprüfung umfasst:
- Erfassung von eingehenden Rechnungen + Gutschriften
- Prüfung von Rechnungen auf sachliche, preisliche und rechnerische Richtigkeit
- Buchen der aus der Rechnung resultierenden Kontenbewegungen
- Fortschreibung bestimmter Daten (Offen Posten, Materialpreis, ...)
- Nachbearbeiten von Rechnungen, die wegen zu großer Abweichungen vom Bestellvorgang gesperrt wurden.
NICHT zu den Tätigkeiten der Rgprüfung gehört die Zahlung oder Auswertung von Rechnungen. Die Rechnungsprüfung stellt somit die Verbindung zwischen Mawi und Rewe her.
II. Produktions- und Vertriebslogistik
1.1. Nennen Sie die wichtigsten Systemfunktionen des Moduls
PP!
Die wichtigsten Systemfunktionen von PP (=Production Planing) sind
neben der Stammdatenverwaltung die Produktionsplanung sowie die
Produktionssteuerung.
1.2. Welche Sicht des Materialstamms ist insbesondere für die
Fertigung von INteresse und welche Daten werden dort
verwaltet?
Die fpr die Fertigungsplanung und -steuerung wichtigste Sicht ist die
der Arbeitsvorbereitung. HIer wird neben der Nummer des
Fertigungssteuerers und den Produktionslagerort die
losgrößenabhängige Fertigungszeit festgelegt. Sie setzt sich aus
Rüst-, Bearbeitungs- und Übergangszeit sowie einer Basismenge
zusammen, auf die sich die Bearbeitungszeit bezieht.
1.3. Nennen Sie die wichtigsten Daten, die in R/3 im Kopf und in
den Positionen einer Stückliste gepflegt werden!
Im Kopf der Stückliste wird die Materialnummer der Baugruppe und die
Zugehörigkeit zu einem Werk erfasst, während in den einzelnen
Positionen die Materialnummern der Komponenten sowie die
Mengenangeben zu finden sind. . In den Positionen wird jeweils festgelegt ob es sich um ein lagerhaltiges- (L), nichtlagerhaltiges (N), Rohmaßposition (R), oder um eine Dokumentenposition (D) handelt.
1.4. Zu welchen Datenbereichen werden in R/3 im Arbeitsplatzstamm
Daten verwaltet?
Arbeitsplätze in SAP sind sowohl Maschinen als auch MItarbeiter.
Diese werden in Arbeitsplänen und Fertigungsaufträgen verwendet. Die
Stammdaten der Arbeitsplätze umfassen die folgenden
Datenbereiche:
Grunddaten: Hier wird der Arbeitsplatz u.a. beschrieben und
einem Standort zugeordnet.
Kalkulation: Für Zwecke der Kalkulation werden hier die
leistende Kostenstelle sowie die Leistungsarten hinterlegt.
Terminierung: Basis für die Errechnung der Durchführungszeit
sind Vorgabewerte und Mengen aus den Vorgängen. Ebenso liegen hier
die Bearbeitungs- und Abrüsteiten.
Kapazitätsplanung: Anhand von Vorgabewerten und Mengen in den
Vorgängen wird hier der Kapazitätsbedarf ermittelt.
Vorschlagswerte: Standardwerte, die auch überschrieben werden
können.
1.5. Welche INformationen enthält in R/3 ein Arbeitsplan?
Ein Arbeitsplan legt die Reihenfolge der einzelnen Arbeitsvorgänge
fest, die notwendig sind, um schrittweise ein fertiges Erzeugnis
herzustellen. Er enthält Informationen über Arbeitsplätze, an denen
die einzelnen Arbeitsschritte ausgeführt werden sowie über notwendige
Werkzeuge und Vorrichtungen. Au0erdem sind die geplanten Zeiten für
die Ausführung der einzelnen Arbeitsschritte hinterlegt. Dies sind
Grundlage für die Durchlaufterminierung, Produktionskalkulation und
Kapazitätsplanung. Der Arbeitsplan ist auftragsneutral und dient als
Vorlage für den Fertigungsauftrag.
1.6. Worin besteht der Unterschied zwischen einem Standard- und einem Normalarbeitsplan?
Standardarbeitspläne sind nicht auf ein zu fertigendes Material bezogen, sondern fassen lediglich Fertigungsvorgänge, die in dieser Reihenfolge häufiger vorkommen zusammen. Sie werden dann als Vorlage bei der Erfassung von Normalarbeitsplänen, die sich immer auf ein bestimmtes Material beziehen, herangezogen.
1.7. Welche Elemente stehen im R/3 zur Verfügung um die Struktur eines Unternehmens aus der Sicht der Fertigung darzustellen? Versuchen Sie, die Struktur Ihres Unternehmens mit diesen Elementen abzubilden!
Mandant: In sich handelsrechtlich, organisatorisch und datentechnisch abgeschlossene Einheit innerhalb eines R/3-Systems mit getrennten Stammsätzen und einem eigenständigen Satz von Tabellen.
-> Konzern
Buchungskreis: Die kleinste organisatorische Einheit des externen Rechnungswesens, für die eine vollständige, in sich abgeschlossene Buchhaltung abgebildet werden kann. Dies beinhaltet die Erfassung aller buchführungspflichtigen Ereignisse und die Erstellung aller Nachweise für die Bilanz und G+V.
-> Firma, Tochtergesellschaft
Einkaufsorganisation: Sie ist eine organisatorische Einheit, die Materialien und Dienstleistungen für ein oder für mehrere Werke beschafft und allgemeine Einkaufskonditionen mit den Lieferanten aushandelt. Wir können hier zwischen einen Zentralen Einkauf (einer für alle) und einen dezentralen Einkauf (jeder für sich) unterscheiden.
Werk: Organisatorische Einheit, die ein Unternehmen aus Sicht der Produktion, Beschaffung, Instandhaltung und Disposition gliedert. In einem Werk werden Materialien gefertigt bzw. Waren und Dienstleistungen bereitgestellt. Ein Werk muss einer oder mehreren Einkaufsorganisationen zugeordnet sein. (auch BK-übergreifend)
-> Produktionsstätte, Außenstelle, Filiale
Lagerort: Organisatorische Einheit, die eine UNterscheidung von Materialbeständen innerhalb eines Werks ermöglicht. -> Rohstoffe, Fertigwaren, Hilfsstoffe
Alle Einstellungen zur Unternehmensstruktur werden im Customizing vorgenommen.
1.8. Was versteht man unter einem Fertigungsauftrag?
Ein Fertigungsauftrag legt fest, welches Material an welcher Stelle mit welcher Leistung zu welchen Termin gefertigt werden soll. Er legt zusätzlich fest, welche Resourcen eingesetzt werden müssen und wie die Auftragskosten zu verrechnen sind. Dieser kann durch einen Kunden ebsno wie durch eine Systemmeldung ausgelöst werden.
1.9. Aus welchen Zeiten setzt sich die Gesamtdurchlaufzeit eines Fertigungsauftrags zusammen?
Die Gesamtdurchlaufzeit eines Fertigungsauftrages setzt sich aus den Übergangszeiten zwischen den Arbeitsgängen sowie den Fertigungszeiten der einzelnen Arbeitsgänge zusammen. Die Übergangszeit teilt sich wiederum in die Transportzeit, die Liegezeit und die Wartezeit auf, während die Fertigungszeit aus der Rüst-, Bearbeitungs- und Abrüstzeit besteht.
1.10. Welche Möglichkeiten zur Reduzierung der Durchlaufzeiten sind Ihnen bekannt?
Splitten: hierdurch kann ein Fertigungslos in mehrere Materiallose aufgespalten werden, die dann zeitgleich auf alternativen Maschinen gefertigt werden. ACHTUNG: Verkürzung der Durchlaufzeiten wird mit erhöhten Rüstkosten erkauft.
Überlappung: hierbei wird mit einem nachfolgenden Arbeitsgang schon begonnen, bevor der vorhergehende abgeschlossen ist. Um Stockungen zu vermeiden, ist eine gewisse Vorlaufzeit oder Vorlaufmenge notwendig.
Reduzierung der Übergangszeiten: (Transportzeit, Liege- und Wartezeit)
1.11. Beschreiben Sie den Ablauf und die Aktivitäten im Rahmen der Fetigungsauftragseröffnung in R/3!
Der erste Schritt ist die Erfassung des sogenannten Auftragkopfes. Hier werden zu fertigendes Material, zu fertigende Menge, Start und Endtermin festgelegt. Dieses kann durch Vorwärts, aber auch Rückwärtsterminierung erfolgen. Wenn für das zu fertigende Material eine Stückliste vorhanden ist, werden alle darin enthaltenen Positionen automatisch als Komponenten in den Fertigungsauftrag übernommen. Diese Positionen können jedoch geändert werden. Die notwendigen Arbeitsschritte werden aus einen Arbeitsplan entnommen und nach Selektion in den Auftrag kopiert. Bei der automatischen Auswahl eines Arbeitsplanes geht das System nach folgenden Kriterien vor:
1. Material: System sucht nach allen zum Material vorhandenen Arbeitsplänen
2. Menge: System sucht nach zur Auftragsmenge passenden Arbeitsplan.
1.12. Beschreiben Sie die Aktivitäten zur Rückmeldung von Fertigungsaufträgen in R/3!
Rückmeldung = Aktualisierung des Standes der Bearbeitung von Aufträgen, Vorgängen und Einzelkapazitäten.
Diese dient unter anderen auch dazu zukünftig eine noch genauere Planung zu schaffen.
Fertigungsauftragsrückmeldung:
- welche Menge in einem Vorgang als Gutmenge, Ausschussmenge und als Nachbearbeitungsmenge produziert wurde
- wie groß die benötigten Leistungen waren
- an welchem Arbeitsplatz der Vorgang durchgeführt wurde
- wer den Vorgang durchgeführt hat
1.13. Welche Schnittstellen hat die Fertigungsauftragsbearbeitung in R/3 zu den Bereichen Disposition, Lagerverwaltung Kalkulation und Lohnbuchhaltung?
Lagerbereich: bei der Materialentnahme und beim Lagerzugang der gefertigen Materialien
Disposition: hierher kommten die Aufträge als Information und Anstoß
Lohnbuchhaltung: Rückmeldung der Personalzeiten
Kalkulation: Materialverbrauch und die benötigte Zeiten dienen als Basis für die Mitlaufende und die Nachkalkulation.
2.1. Womit beschäftigt sich die Vertriebslogistik?
Die Vertriebslogistik beschäftigt sich mit der Verkaufsabwicklung (von der Anfrage über das Angebot bishin zur Rechnungsstellung) bis hin zum Versand der Produkte, und der Fakturierung die sich auf die Finanzbuchhaltung auswirken.
2.2. Nennen Sie die wichtigsten Stammfunktionen des Moduls SD!
Stammdaten: Materialstamm, Kundenstamm, Kunden-Materialinformationen und die Konditionen
Verkauf: Hier findet die Angebot und Auftragserfassung statt.
Versand: Auftragsterminüberwachung, ebenso wird der Versand abgewickelt und die Bestands und Dispositionsdaten aktualisiert.
Fakturierung: Erstellung Rechnungsformulare und entsprechende Buchungen im Rechnungswesen.
2.3. Auf welchen Ebenen werden in SAP R/3 Kundenstammdaten gepflegt?
In der Debitorenverwaltung werden allgemeine Daten des Kunden (Anschrift, Sprache, Bankverbindung,etc.) erfasst. Daneben gibt es auch Buchungskreisdaten, da der Kunde in der Buchhaltung zugleich Debitor ist. Die Kundennummer entspricht daher auch der Debitorennummer der Buchhaltung. Hier werden die Finanzdaten erfasst. enthalten Lieferungs- und Zahlungsbedingungen, Incoterms oder das zuständige Verkaufsbüro. Sie werden als Vorschlagswerte bei der Auftragserfassung als Vorschlagswerte genommen. Kunden-Material-Info Hier werden individuelle Daten in der Beziehung zwischen Kunde und Material erfasst, bspw. Spezialrabatte oder abweichende Materialbezeichnunge zwischen Kunde und Lieferant.
2.4. Was versteht SAP unter Konditionen?
Der Begriff Konditionen wird von SAP als Oberbegriff für Preise, Zu-Abschläge, Steuern und Frachten sowie Skonto benutzt. Alle Konditionen werden im System als Konditionsarten geführt.
2.5. Wie ist sichergestellt, dass das System für ein Material je nach Vertriebsweg (zB Direktverkauf/Fachhandel) immer die richtige Konditionen heranzieht?
Jede Konditionsart ist hierarschich vom spezifischen zum Allgemeinen aufgebaut. Dies bedeutet z.B., beim Bruttoopreis, dass zunächst nach einen kundenindividuellen Preis gesucht wird, dann nach einen Preislistenpreis und schließlich nach dem mit der Materialnummer verknüpften Preis.
2.6. Welche Elemente stehen im R/3 zur Verfügung um die Struktur des Unternehmens aus der Sicht des Vertriebs darzustellen? Versuchen Sie die Struktur Ihres Unternehmens mit diesen Elementen abzubilden!
Mandant, Buchungskreis, Werk: (wie bekannt)
Verkaufsorganisation: ist nach außen für die Vertrabsabwicklung und die Betreuung des Kunden verantwortlich. Sie vertreibt die Dienstleistungen oder Produkte eines Werkes. Sie kann zentral oder dezentral sein. Sie werden im Customizing einem oder mehreren Werken zugeordnet (Beispiel: Vertrieb Deutschland Mitte, Vertrieb Großbritanien)
Vertriebsweg: Untergliederung der Verkaufsorganisation z.B. bei Preisunterschieden je nach Vertriebsweg (Direktverkauf an Kunden, Großhändler)
Sparte: Trennung von Umsatz und Absatz auf Produktgruppen
Vertriebsbereich: Kombination eines Vertriebsweges, Verkaufsorganisation und Sparte.
Inenorganisatorisch kann der Vertriebsbereich in Verkaufsbüro, Verkäufergruppen und Verkäufer gegliedert werden.
Für die Pberwachung und Abwicklung des Versandes werden in R/3 Versandstellen als selbstständige Einheit definiert. Diese können wiederum Ladestellen zugeordnet werden.
2.7. Nennen Sie die sechs Phasen, in die sich die Vertriebsabwicklung in R/3 gliedern lässt!
1. Anfragebearbeitung
2. Angebotsbearbeitung
Bei SAP R/3 kann dieses schon mit den Stammdaten, Konditionen etc. versehen werden. Ferner kann auch ein evtl. Ablehnungsgrund zur Auswertung erfasst werden.
3. Auftragsbearbeitung
auf Basis des Angebots oder auch unabhängig.
4. Lieferungsbearbeitung
5. Fakturierung
Rechnungsstellung
6. Zahlungsabwicklung
Zahlungsüberwachung ist Aufgabe der Debitorenbuchhaltung und nicht des Vertriebes.
2.8. Werden die Daten eines CPD-Kunden im Kundenstamm erfasst?
Ist bei der Auftragserfassung nicht klar, ob sich eine längerfristige Geschäftsbeziehung zu den Kunden entwickelt, kann der Anfragende zunächst als CPD-Kunde (Conto pro Diverse) behandelt werden. Hier werden die Kundendaten (z.B. Anschrift) zunächst manuell bei der Belegerfassung eingetragen. Damit erfolgt keine individuelle Zuordnung einer Kundennummer in der Stammdatenpflege.
2.9. Worin liegen die Unterschiede zwischen Auftragskopf und Auftragspositionen?
Diese sind ebenso wie Angebotskopf und Angebotsposition gegeliedert. Der Angebotskopf kann pro Angebot nur einmal existieren und enthält Daten, die für das gesamte Angebot gelten. Daneben können mehrere Angebotspositionen existieren. DIese sind pro Position unterschiedlich bzw. können unterschiedlich sein.
2.10. Was versteht man unter einer ATP-Menge und wie wird diese ermittelt?
Nach Eingabe der von Kunden gewünschten Menge wird anhand der hinterlegten Angaben zur Preisfindung der für den Auftrag gültige Preis der Position errechnet. ANhand des zugegebenden LIefertermins und der Liefermenge überprüft das System, ob Verfüggbarkeit besteht. Die auch ATP-Menge (ATP = Avaible To Promise) genannte verfügbare Liefermenge wird aus dem Lagerbestand, den geplanten Zugängen und den geplanten Abgängen errechnet.
2.11. Erläutern Sie die Unterschiede zwischen den Auftragsarten Terminauftrag, Barverkauf, Strecken- und Internetauftrag!
Die verschiedene Auftragsarten werden anhand ihrer Teilfunktionen (Auftragserfassung, Terminüberwachung, Lieferungsberbeitung/Versand, Fakturierung) unterschieden. Bei einen Terminauftrag werden bspw. alle Teilfunktionen erfüllt. Bei einen Barverkauf entfallen bspw. Terminüberwachung, Auftragsbestätigung und Versand. Ausserdem fallen die Funktionen zeitlich zusammen. Bei einen Streckenauftrag entfallen Lieferung und Terminüberwachung, da die Ware durch einen externen Lieferanten an den Kunden erfolgt. Beim Internetauftrag erfasst der Kunde selbst seinen Auftrag, was jedoch auch mit Risiken verbunden sein kann.
2.12. Erläufern Sie grob den Ablauf der Lieferungsbearbeitung im Modul SD!
Erstellung einer Lieferung: Die geforderte Ware kann entweder als Komplett-, Teillieferung oder zusammen mit anderen Aufträgen geliefert werden. Der erste Schritt ist die Erstellung einer Lieferung, diese kann sowohl mit als auch ohne Bezug eines Auftrages erfolgen. Sie besteht aus einen Lieferungskopf und verschiedene Lieferungspositionen. Nachdem die Lieferung angelegt wurde kann die Versandabwicklung überwacht werden.
Kommissionierung: Warenentnahme und Bereitstellung zum Versand. Nach der Verpackung erfolgt der Ausdruck der Lieferpapiere.
Buchung des Warenausgangs: Reduzierung Warenbestand und Materialbestand. Ferner wird ein Buchhaltungsbeleg erzeugt Daneben wird der Lieferstatus aktualisiert und die Lieferung an die Fakturierung weitergegeben.
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