Zusammenfassung Standardsoftware Rechnungswesen und Controlling
von Benjamin Wahl
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1.Wie werden in SAP Unternehmensstrukturen aus Sicht der Rewe abgebildet?
Durch den Mandant (Konzernmutter, übergeordnetes Element aller Organisationseinheiten. Was hier festgelegt wird, gilt für alle OrgaEinheite).
Buchungskreis (Tochtergesellschaften, selbstständig bilanzierende Einheit. Hier Bilanz und GuV Erstellung. Ist zentrales Element der FIBU. Meist 1 BK pro Land.)
Kostenrechnungskreis (freiwillige Zuordnung, Töchter zusammengefasst. Zentrales Element der Kostenechnung.)
Konzern/Gesellschaft (Buchungskreise für Konsolidierungszwecke zusammengefasst , müssen selben Kontenplan und Jahr entsprechen, Währung nicht relevant. Ist Grundlage für den Konzernabschluss)
Geschäftsbereich/Kreditkontrollbereich/Mahnbereich (Erstellung interner Abschlüsse, nicht vorgeschrieben aber spezifischer z.B. Mahnungen für Sparten möglich oder Kontrolle des Kreditlimits möglich)
-> Alle Einstellungen und Zuordnungen zur Organisationsstruktur werden im Customizing definiert.
2.Aus welchen Segmenten besteht der Sachkontenstamm? Vorteile der Segmentierung? S. 18/19
Sachkonten sind Konten in der Hauptbuchhaltung. Gliederung in Kontenplan und Buchungskreissegment.
Der Kontenplan ist ein Verzeichnis aller Sachkontenstammsätze die in einem oder mehreren Buchungskreisen benötigt werden. Ein Kontenplan wird durch eine Nummer identifiziert. Kontenplansegment gilt für alle BK´s denen dieser im Customizing zugwiesen ist.
Ein Buchungskreissegment enthält Informationen die von BK zu BK unterschiedlich sind wie z.B. die Kontowährung.
Auf Kontenplanebene kann so ein Ust-Konto eingerichtet werden mit dem 3 BK´s arbeiten aber im Buchungskreissegment kann jeder BK mit verschiedenen Währungen arbeiten.
3.Für welche Organisationsebenen werden im Debitorenstamm Daten verwaltet? S.21
Für alle Organisationsebenen: Allgemeine Daten wie Adresse, Kommunikation und Branche
Ebene der Vetriebsorganisation: Vertriebsorganisatorische Daten wie Lieferkonditionen und Preise
Auf Buchungskreisebene: Buchungskreisdaten wie Abstimmkonto und Zahlungsverkehr
4.Für welche Organisationsebenen werden im Kreditorenstamm Daten verwaltet? S.23
Für alle Organisationsebenen: Allgemeine Daten wie Adresse und Kommunikation.
Auf Ebene der Einkaufsorganisation: Daten wie Bestellwährung und Lieferantensortiment.
Auf Buchungskreisebene: Buchungskreisdaten wie Bankdaten und Kontoführung.
Fragen S. 54
Nr. 1 Erläutern sie das Mitbuchprinzip S.25
Mitbuchprinzip bedeutet das ohne erneuten Aufwand die einzelnen Buchungen aus der Nebenbuchhaltung in der Hauptbuchhaltung mitgebucht werden.
Die Nebenbuchhaltung (Debitoren, Kreditoren und Anlagenbuchhaltung) ist sehr genau, jede einzelne Buchung wird aufgeführt. In der Hauptbuchhaltung werden fuer jede Nebenbuchhaltung Abstimmkonten geführt. Die Hauptbuchhaltung ist eine Zusammenfassung. MBP gewährleistet außerdem, dass Sachkonten immer Null ergeben wodurch jederzeit eine Bilanz erstellt werden kann.
(„Offene Posten“ sind unerledigte Vorgänge, verschwinden wenn sie ausgeglichen ist. Allerdings noch einige Zeit danach einsehbar. Wenn Sachkonten (Saldo immer Null)angelegt werden legt man auch das Abstimmkonto fest. Ausserdem existiert das Belegprinzip. Das heisst Buchungen werden immer in Belegform gespeichert und nur vollständige Belege können gebucht werden.)
Nr. 2 Was ist ein Abstimmkonto und warum sind Abstimmkonten nicht manuell buchbar?
Abstimmkonto ist ein Sammelkonto in der Hauptbuchhaltung. Es kann nicht manuell gebucht werden, weil alles aus der Nebenbuchhaltung automatisch auf die Abstimmkonten gebucht wird. Umgekehrt ist dies nicht möglich. In der NB wird jedem Stammdatensatz ein AK zugewiesen welches dann nur Summen enthält.
Nr. 3 Was sind Belegarten und Buchungsschlüssel und wofür werden diese benötigt?
S. 27
Eine Belegart ist ein zweistelliges Kennzeichen dem eine Reihe von Steuerfunktionen zugeordnet ist, wird auf Mandantebene definiert und wird genutzt um verschiedene Arten von Geschäftsvorfällen zu unterscheiden. Z.B. „DR“ für eine Debitorenrechnung oder „KR“ für eine Kreditorenrechnung.
Der Buchungsschlüssel (S.29) steuert das Erfassen und Bearbeiten der Belegposition. Er legt fest welche Kostenseite bebucht wird, welche Kontenart bebucht wird und welche Felder in der Eingabemaske vorhanden sind. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Belegart und dem Buchungsschlüssel. Der Buchungsschlüssel wird auf Mandantenebene definiert und gilt somit für alle Buchungskreise.
Nr. 4 Was sind automatische Buchungen? S.31
Das System erzeugt bei manchen Vorgängen automatische Buchungen. Zum Beispiel bei Kursdifferenzen, Skontoaufwendungen- Erträge und bei Vorsteuerbuchungen. Zu bebuchendes Sachkonto und Regeln werden vorher festgelegt. Jede automatische Buchung wird durch eine seperate Belegposition ausgewiesen. In der Belegübersicht sieht man daher manuell erfasste Positionen und auch die automatischen Buchungen.
Nr. 5 Integration der Debitorenbuchhaltung zu anderen Modulen eines ERP Systems. S.32
Debitorenbuchhaltung ist z.B. eng gekoppelt mit Vertrieb. Bei Erfassung des Kundenauftrages kann schon Kreditwürdigkeit geprüft werden. Nicht bezahlte Rechnungen prüfen und Kreditlimit abfragen! Die Umsatz Daten gehen an die Fibu, die Fakturadaten an die Buchhaltung. Das Mitbuchprinzip bewirkt, dass jeder einzelne Geschäftsvorgang synchron auf dem Debitorenkonto als Einzelposten und über das zugeordnete Bilanzkonto (Abstimmkonto) im Hauptbuch auf Summenebene seinen Niederschlag findet.
Nr. 6 Steuerung und Ablauf des Mahnwesens in der Debitorenbuchhaltung . S 38
Es gibt ein automatisches Mahnprogramm. Druckprogramm druckt diese. Definition und globale Steuerung vorher im Customizing.(Mahnrhythmus, Mindestbeträge, Mahntexte, Gebühren) Weitere Einflussmöglichkeiten über den Stammsatz des Geschäftspartners (Mahnsperre, Datum letzte Mahnung) und auf Belegebene.
Vorrausetzungen:
Im Customizing: Beliebig viele Mahnverfahren können festgelegt werden, Mahnrythmus, Mahnstufen und Texte, Kulanzen, Mahngebühren pro Stufe, Mindestmahnbetrag.
Mahndaten im Debitorenstamm: Zuordnung des im Customizing festgelegten Mahnverfahren, Mahnsperre zum zeitweiligen Auschluß aus Mahnverfahren kann aktiviert werden, Anzeige der letzten Mahnstufe und Datum des letzten Mahnlaufs
Mahndaten auf Belegebene: Prüfung ob OP zur Zahlung ansteht, setzten von Mahnsperren für einen bestimmten Posten
3 Stufen:
Mahnvorschlag erstellen. Buchungskreis angeben, Mahnlauf ermittelt Konten und Posten die gemahnt werden muesse mit der zugehörigen Mahnstufe. Mahnvorschlag wird erstellt
Mahnvorschlag bearbeiten. Die Mahnbestandsliste kann manuell bearbeitet werden z.B. können Mahnstufen noch geändert oder zurückgenommen werden.
Mahnbriefe drucken. Gleichzeitig aktualisierung der relevanten Mahndaten im Stammsatz der Geschäftspartner.
Nr. 7 Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung in der Debitorenbuchhaltung.
Kunde kann:
Überweisen
Lastschriftverfahren
ebanking (Kontoauszüge kommen als Datei von der Bank. S. 47)
Fragen S. 64
Nr. 1 Wofür werden Buchungs- und Belegdatum bei der Buchung von Kreditorenrechnungen benötigt? S. 58
Buchungsdatum steuert den Umsatz in der entsprechenden Periode, das Belegdatum wird als Grundlage für die Fälligkeitstermine (bis wann gezahlt werden muss) herangezogen.
Nr. 2 Welche Schritte sind bei der Regulierung von Kreditorenrechungen notwendig? S. 59
Es geht bei der Rechungsregulierung darum:
die offenen Posten (was muss ich zahlen) zu ermitteln
Art der Zahlung (Scheck oder Überweisung)
das Geldinstitut fest zu legen
Zahlungsträger und begleitende Dokumente auszustellen
Buchungen auf den Konten vor zu nehmen
Nr. 3 Erläutern sie Steuerung und Ablauf des automatischen Zahlungsverkehrs in der Kreditorenbuchhaltung. S. 60
Zunächst Einstellungen im Customizing.
Jedem Buchungskreis den zu zahlenden BK zuordnen. Wie wird gezahlt, Mindestbeträge für Zahlungsein- und Ausgang festlegen, mögliche Zahlwege festlegen (SU), eigene Hausbank definieren.
Dann die Datenpflege im Kreditorenstamm (S.61): Konkret mit Lieferanten vereinbarte Zahlungsmodalitäten werden festgelegt. Zahlwege, Zahlsperre, Bankverbindung, Fristen, Skontosätze, Zahllauf.
Auf Belegebene: Zahlwege für einzelnen Beleg(Skonto, Fristen, Zahlweg), Diese Ebene überlagert Daten vom allgemeinen Kreditorenstamm. Hier besondere Abänderungen für den einzelnen Beleg möglich.
Ablauf:
Zahlungsvorschlag erstellen. OP’s die gezahlt werden sollen , werden ermittelt, diese in Liste zusammengefasst
Zahlungsvorschlag bearbeiten, durchführen
Buchen, Zahlungsträger erstellt, OP´s gelöscht
Nr. 4 Warum wird beim automatischen Zahllauf das Datum des nächsten Zahllaufs benötigt? S.. 61
Um zu bestimmen ob offene Posten jetzt gezahlt werden oder beim nächsten Zahlungslauf noch maximales Skontoabzug möglich ist.
Nr. 5 Welche Vorteile sind mit dem automatischen Zahlungsverkehr verbunden? S. 63
Bessere Überwachung der Lieferantenforderungen
automatischer Vorschlag des günstigsten Zahlungstermins
schnellere Abwicklung
Fragen S. 74
1.Erläutern Sie kurz die Integration von Einkauf und Finanzbuchhaltung!
S. 65 Durch eine BANF wird eine Bestellung generiert. Diese Bestellung wird im Hauptbuch gebucht. Sobald der Wareneingang erfolgt, wird im Hauptbuch der Lagerbestand erhöht und der Wert der Bestandskonten geht hoch. Nach der Rechnungseingangserfassung und Rechnungsprüfung werden die entsprechenden Buchungen auf den Kreditorenkonten vorgenommen.
2.Was versteht man unter Bestellkopf und Bestellposition und welche Daten werden dort jeweils verwaltet?
S. 66/67 Beides sind spezielle Masken in R3 wenn eine Bestellung vorliegt. Im Bestellkopf werden zunächst Bestellart (Normalbestellung, Rahmenbestellung), die zuständige Einkaufsorganisation und die Kreditorennummer und Lieferanschrift des Lieferanten erfasst. Die Bestellposition enthält genauere Daten zur Bestellung. Dort wird etwa der Kontierungstyp pro Position (Verbrauchsmaterial oder zum Lager), der Liefertermin und Preis festgelegt.
3.Erläutern Sie den Ablauf im Wareneingang!
S. 69
Wareneingang
Abstimmung der eingehenden Lieferung mit der Bestellung hinsichtlich Gegenstand und Menge
Fortschreibung der Bestandsmengen
Buchung Bestandskonto und Wareneingangverrechnungskonto
Buchhaltungsbeleg wird erstellt – gedruckt .
4.Erläutern Sie den Ablauf bei der Rechungsprüfung!
S. 72
Rechnungsprüfung soll eingehende Rechnungen erfassen und auf Vollständigkeit und Richtigkeit prüfen, bevor die Zahlung erfolgt.
Erfassung der eingehenden Rechnung
Prüfung der Rechnung auf sachliche, preisliche und rechnerische Richtigkeit
das Buchen der aus der Rechnung resultierenden Kontobewegungen
sowie Fortschreibung bestimmter Daten z.B. offener Posten und Materialpreise.
Rechnungsprüfung stellt Verbindung zwischen Materialwirtschaft und Rewe dar.
5.Welche Funktion hat das WE/RE Verrechungskonto?
S. 69 „ Eine Art Rückstellungskonto für die zu erwartende Rechnung, mit der nach der Lieferung zu rechnen ist“. Dieses Konto ist ein Zwischenkonto zwischen Bestands und Kreditorenkonto. Beim Wareneingang wird der zu erwartende Rechnungsnettobetrag auf das Bestandskonto gebucht. Die Gegenbuchung erfolgt auf das WE Verrechnungskonto. Diese Buchung wird dann beim Rechnungseingang mit der Gegenbuchung auf das Kreditorenkonto ausgeglichen.
Fragen S. 84
Erläutern Sie die Integration der Hauptbuchhaltung mit den Nebenbuchhaltungen!
S. 75. In der HB werden die Geschäftsvorfälle sachlich geordnet auf den Sachkonten (Bestands und Erfolgskonten) verbucht. Durch den Abschluss dieser Konten werden die Bilanz und GuV erstellt. Detailliert aufgezeichnete Geschäftsvorfälle der Debitoren und Kreditorenbuchhaltung fliessen zusammengefasst / komprimiert in die HB ein. Neben der Erstellung von GuV und Bilanz sind noch sonstige Periodische Auswertungen wie Tagesabschluss und Monatsabschluss möglich.
(Zu der Nebenbuchhaltung gehört (Anlagenbuchhaltung, Debitoren, Kreditoren, Lohn/Gehalt, Lagerbuchhaltung). Es wird auf „Abstimmkonten“ mitgebucht. Das Abstimmkonto wird einem Lieferanten zugeordnet. )
Schildern Sie die Aktivitäten beim Tagesabschluss und beim Monatsabschluss!
S. 76/77
Aktivitäten beim Tagesabschluss: Tagesbezogene Auswertungen sind möglich aber nur freiwillig. Es gibt Auswertungsmöglichkeiten zu Belegjournal (zeigt auf was heute alles gebucht wurde) und Buchungssumme. Das Belegprinzip stellt schon sicher, dass alle Bewegungen vor der Verbuchung auf Korrektheit geprüft wurden.
Aktivitäten beim Monatsabschluss: Teilweise Pflicht wie etwa Umsatzsteuervoranmeldung, aber auch freiwillige Funktionen wie Monatsbilanz, monats GuV und Saldenlisten der Debitoren möglich.
(Grundsätzlich ist es in R3 möglich in alle offenen d.h nicht geschlossenen Perioden zu buchen!)
Erläutern Sie den vorläufigen und endgültigen Jahresabschluss!
S.79
Vorläufiger: Zu Beginn des neuen GJ werden die Monate 1 bis 12 des alten Jahres geschlossen. Sonderperioden 13 bis 16 geöffnet, Saldenvorträge werden erzeugt.
Endgültiger: Dies ist der endgültige Abschluss, auch 13 bis 16 wird zu gemacht, nichts kann mehr gebucht werden. Dann Bilanz und GuV ausdrucken.
Erläutern Sie auf welche Weise die Struktur von Bilanz und GuV im Customizing definiert werden!
Pfad zum Customizing: Werkzeuge, Customizing, IMG (Implementation Management Guide, Einführungsleitsfaden), Fibu, HB, Geschäftsvorfälle, Abschluss, Dokumenationen, dann Bilanz und GuV Struktur definieren.
S.80 Bilanz und GuV können für
unterschiedliche Organisationseinheiten erstellt werden
mit unterschiedlichen Sprachen
in beliebiger Währung, einem bestimmten Währungstyp
Bilanz und GuV können unterschiedlich detailliert dargestellt werden.
Auch mehrere Strukturen möglich für Handelsbilanz, Steuerbilanz,......
Im Customizing gibt es Gliederungsschema um die hierarchische Struktur der GuV und Bilanz darzustellen. Die Kontenzuordnung in der Hierarchie erfolgt jeweils in der untersten Hierarchiestufe. Dabei können einzelne Kontonummern oder Nummernbereiche angegeben werden.
Fragen Seite 98
1.Welche Aufgabe hat die Anlagenbuchhaltung und für welche Zwecke wird sie eingesetzt?
S. 85 Ist für das Anlagevermögen (Vermögensgegenstände, die langfristig dem U dienen sollen, Immaterielle Anlagen, Sachanlagen, Finanzanlagen) zuständig.
Aufgabe ist die Art-, Mengen- und wertmäßige Erfassung, Dokumentation und Überwachung des AV.
Anlagenbuchhaltung ist eine Nebenbuchhaltung und verwaltet die in der Hauptbuchhaltung zu Gruppen zusammengefassten Gegenstände des AV´s hinsichtlich ihrer Zugänge, Abgänge und des Werteverzehrs einzeln mit dem für Nebenbuchhaltungen typischen Detaillierungsgrad.
Integration in R3: Daten werden von anderen Systemen (MM, FI, CO, PM...) direkt nach FI-AA übernommen und von dort aus auch weitergegeben.
Exkurs: Bewertungsbereiche, Herstellkosten, Modul FI
S. 86 Bewertungsbereiche sind etwa das Handelsrecht, Steuerrecht, Konzernbewertung,.... Bei handelsrecht mehr Freiräume als bei steuerrecht. Bei bilanzieller Betrachtung sind als Obergrenze für Afa die Anschaffungs- bzw. Herstellkosten zu wählen. Bei kalkulatorischer Betrachtung der Wiederbeschaffungswert.
Das Modul FI ist wie allen anderen auch nicht isoliert. Schon beim Einkauf wird ein abgespeckter Anlagenstamm hinterlegt. Wenn Ware eingeht kann man schon auf diesen Stamm buchen. Beim Verwalten vom AV wird Bestandführung, Bewertung vorgenommen und anlagenseitige Struktur des U abgebildet. Jeder Anlagengegenstand ist eindeutig einer Orgaeinheit zugeordnet.
Die Elemente Mandant (höchste Ebene der Hierarchie, was dort festgelegt wird gilt auch für alle anderen untergeordneten Orga-elemente, Buchungskreis (Tochtergesellschaft stellt JA und GuV auf) , Werk, Kostenstelle, Geschäftsbereich werden benötigt da eine Standartsoftware unterschiedlichste Unternehmensstrukturen abbilden muss.
2.Was versteht SAP unter einem Bewertungsplan?
S. 88 Bewertungspläne helfen bei der Verwaltung von Bewertungsvorschriften zum Anlagevermögen. Umfasst länderspezifisch die gesetzlich zulässigen Bewertungen und Grundregeln für die Abschreibungsberechnung je Bewertungsbereich.
Ein Bewertungsplan enthält die möglichen Bewertungsbereiche (Buchungskreise) für ein Unternehmen. In den einzelnen Bewertungsbereichen wird definiert ob Anschaffungskosten und Abschreibungen eines Anlagengutes auf den Konten des Hauptbuches geführt werden sollen.
So muss im Bewertungsbereich „Handelsrecht“ das Buchen sowohl der Anschaffungs- und Herstellkosten auf den jeweiligen Bestandskonten des AV´s als auch die Buchung der Afa´s möglich sein. Im Bewertungsbereich „Kalkulatorische Afa“ dagegen dürfen lediglich die Afa´s auf die Konten der Kostenrechnung gebucht werden.
3.Was versteht SAP unter der Anlageklasse und welche Steuerungsfunktion hat diese?
S. 90 Das AV setzt sich aus einer Vielfalt unterschiedlicher Vermögensgegenstände zusammen. In der Bilanz z.B. durch Sachanlagen, Finanzanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände zusammengefasst. Meist aber eine Gliederung nach Anlagenarten erwünscht. Sind aber nicht vordefiniert sondern jede Anlagenart wird in Anlagenklassen repräsentiert. Anlageklasse verbindet Anlagenstammsätze mit den entsprechenden Hauptbuchkonten der Fibu, mit Hilfe von Kontenfindungsschlüsseln. Ausserdem ermöglicht eine Anlagenklasse eine klasseneinheitliche Afa. Dazu werden im Customizing Regeln festgelegt.
(Ein Anlagenstamm verwaltet detailliert die Gegenstände des AV´s.)
Anlageklassen gliedern das Anlagevermögen nach Gütern mit vergleichbaren Eigenschaften.
Steuern die Gestaltung der Bildschirmbilder ( Bildaufbauregel)
Stellen die Zuordnung zum Bestandskonto und zur Bilanzposition her
Steuern alle automatischen Buchungen
Steuern klasseneinheitliche Afa´s
4.Nennen Sie Beispiele für Geschäftvorfälle in der Anlagenbuchhaltung!
S. 93 Vorfälle können eingeteilt werden in bestandsverändernde (Zu –Abgänge, Umbuchungen, Stornierungen) und erfolgswirksame Anlagenbewegungen (planmäßige Afa, manuelle Afa, Zuschreibungen) .
(In der Anlagenbuchhaltung gibt es noch Anlagengitter /Spiegel indem die Inventarentwicklung detailliert dargestellt wird. KG´s dazu verpflichtet.)
Controlling Script!
Fragen S. 113
1.Geben Sie einen kurzen Überblick über die Funktionalitäten der SAP Module CO und EC!
S. 100 Zum CO gehört das
Gemeinkostencontrolling in Form der klassischen Kostenarten und Stellenrechnung sowie
das Produktkostencontrolling mit der Erzeugniskalkulation (Ermittlung der Kosten, für die Erstellung eines Produktes) und der Kostenträgerrechnung (Objekt ist der Fertigungsauftrag) und
die Ergebnis und Marktsegmentrechnung (ermöglicht die Ergebnisrechnung nach dem Umsatzsteuerverfahren)
Stammdaten im CO sind Kostenarten, Kostenstellen, Leistungsarten und statistische Kennzahlen.
Zum EC zählen die Komponenten
Unternehmensplanung
Profit Center
Konsolidierung.
2.Was sind Kostenrechnungskreise und Ergebnisbereiche?
S. 102 Für die Ergebnis und Marktsegmentrechnung werden Ergebnisbereiche benötigt. Auf dieser Ebene werden Merkmale (Kunde, Kundengruppe, Produkt) und Merkmalswerte hinterlegt, die zur Definition der Ergebnisobjekte (z.B. Kunde A, der das Produkt B über den Vetriebsweg C bezogen hat) herangezogen werden.
Der Ergebnisbereich kann mehrere Kostenrechnungskreise umfassen.
Kostenrechnungskreise: Sind zentrale Organisationselemt der Kostenrechnung. Kann mehrere Buchungskreise umfassen. Im CO werden Primärkostenarten direkt auf Kostenstellen gebucht. Jede Kostenstelle ist einem Kostenrechnungskreis zugeordnet. BK und KRK müssen nicht übereinstimmen.
3.Welche Stammdaten werden für das Modul CO benötigt?
S. 103
Kostenarten (R3 ist Einkeissystem, d.h. die primären Kosten und Erlösarten werden aus den Aufwands und Erlöskonten der FIBU übernommen.
Kostenstellen
Leistungsarten (sind Bezugsgrößen, Messenheiten für Kostenverursachung, notwendig für innerbetribliche Leistungsverrechnung)
St. Kennzahlen (werden zur Verteilung und Umlage innerbetrl. Leistungen verwendet)
Gemeinkostenaufträge.
4.Erläutern Sie anhand von Beispielen die IstKostenerfassung bei Einsatz eines ERP Systems!
S. 105/108 Ziel der IstKostenerfassung und Verrechnung ist es, die tatsächlich anfallenden Kosten zu verfolgen, zu überwachen und zu berechnen. Die primären Kosten werden bei R3 nicht direkt im CO erfasst, sondern von anderen Modulen angeliefert.
Dies gilt z.B. bei Lieferantenrechnungen, die bereits im Einkauf vorkontiert werden und nach der Rechnungsprüfung in der FIBU und parallel im CO gebucht werden. (Falls nicht mit MM gearbeitet und die Rechnung direkt im FI gebucht wird und ein Kostenrelevantes Aufwandskonto betroffen ist, muss die Kostenstelle angegeben werden.)
Beim Personal etwa ist unter dem Infotyp „Organisatorische Zuordnung“ des Personalstamms eine Kostenstelle zugeordnet, so dass auch die Personalkosten automatisch auf die richtigen Kostenstellen in das CO übernommen werden können.
Aus der Materialwirtschaft werden die Materialentnahmen dem CO zur Verfügung gestellt.
5.Welche Möglichkeiten der IstKostenverrechnung bietet CO?
S. 109 Die aus anderen Modulen in die Kostenrechnung übernommen Primärkosten können in CO-CCA weiterverrechnet werden. Es werden
Vorgangsbezogene Verrechnungen (werden direkt im System erfasst und bewirken unmittelbar eine Istkostenbuchung auf sendenden und empfangenden Stellen. Z.B. Umbuchungen von Kosten und Erlösen und direkte innerbetrl. Leistungsverrechnung)
und
periodische Verrechnungen (durchführung am Periodenende und Umlage von Kosten nach Verrechnungsschlüsseln)
unterschieden.
Klausurfragen vom 18.05.04
Immer wiederkehrende Fragen sind:
Auswahl der Software
Rechnungsregulierung
Ueberblick Hauptbuchhaltung
Organisationseinheiten wie Mandant
Ablauf Mahnwesen
Modularitaet und Customizing
Anlagenbuchhaltung
Prinzipien und Organisationselemente Modul FI (Haupt und Nebenbuchhaltung + Anlagen und deren Stammdaten)
Welche Internationalen Vorteile bietet R3?!
Interne (für Benutzer, also Menueleiste und Erklaerungen auch in Englisch moeglich) und externe (Rechnungen an Irland in Englisch) Sprachabänderbarkeit
Währungen abänderbar
Abdeckung von verschiedenen Normen in Ländern z.B. Sozialversicherungsvorgänge im Customizing einstellen
Konsolidierung des Abschlusses über Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern möglich
Überblick über die Hauptbuchhaltung in R3 und ihre Integration in das Gesamtsystem!
Sachbuchungen (GuV, Bilanz), freiwillige Tagesabschlüsse (nicht buchhalterisch erforderlich z.B. Belegjournal), vorgeschriebene (USTAnmeldung) und freiwillige (Monatesbilanz) Monatsabschlüsse und Jahresabschlussarbeiten. Buchungen aus der Nebenbuchhaltung gehen über das Mitbuchprinzip in die HB mit ein. Von detaillierter Auflistung zu komprimierter Darstellung.
Beschreiben Sie den Ablauf der Rechungsregulierung!
OP´s werden ermittelt, Art der Zahlung, Geldinstitut, Zahlungsträger werden erstellt, Buchung durchgeführt.
Zahlvorschlag erstellen (OP’s ermittelt, in Liste zusammengefasst)
Zahlvorschlag bearbeiten
Buchung durchführen
Im Customizing wird festgelegt welcher Buchungskreis bebucht wird und die Hausbank festgelegt. Auf Kreditorenebene wird die Bankverbindung hinterlegt, Zahlwege, Zahlsperre und die gleichen Eigenschaften nochmals auf Belegebene welche Abweichungen für einzelne Belege aufweisen kann. Vorteile des automatischen Zahlungsverkehrs: Bessere Ueberwachung, autom. Vorschlag des guenstigetsen Zahlungstermins, Beruecksichtigung der Skontofristen, schnellere Abwicklung
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