Überblick:
SAP R/3 ist ein ERP (Enterprise Ressource Planing)System. Dieses ist die Bezeichnung für Anwendungssoftware, die als integrierter Gesamtlösung alle wesentlichen Funktionen der Administration, Disposition u. Führung im UN unterstützt und somit die Ressourcen eines Unternehmen planen u. verwalten kann.
R/3 ist vom Ursprung eine brachenneutrale Standardsoftware. Sie kann mit Hilfe von Customizing an die Bedürfnisse und Strukturen verschiedener Unternehmen angepasst werden.
Modularität
Begriff:
Ein Anwendungssystem aus einer Vielzahl von Modulen die weitgehend frei kombinierbar sind. Der Anwender verfügt über eine Art Baukastensystem (Möglich ist: Hinzufügen , entfernen o. ersetzen einzelner Bausteine (Module), dabei sind Änderungen der anderen Systemteile nicht erforderlich).
Bei SAP werden die Bausteine des R3 als Module, Komponenten u. Teilkomponenten bezeichnet.
Module: Komplette Anwendungsbereiche wie CO, MM o. FI
Komponente: Liegen innerhalb der Module wie z.B. Hauptbuchhaltung o. Kreditorenbuchhaltung
Unterkomponenten: Liegen innerhalb der Komponenten wie z.B Auswertung der HB
Die Bedutung der Modularität ist aus 2 Gründen eine wichtige Eigenschaft von dieser Art Anwendungssoftware.
1. Bedürfnisse und Anforderungen der Anwender unterscheiden sich oder verändern sich im Zeitablauf. Ein modulares Softwarepaket kann hier angepasst werden
2. Ein Unternehmen ist in der Einführungsphase häufig organisatorisch mit der Kompletteinführung überfordert. Hier können einzelne Bereiche nachträglich eingeführt werden. (Beispiel: 1. FI dann Controlling,...)
Customizing
Begriff:
Mit Parametern besteht die Möglichkeit eine Anpassung des Systems an unterschiedliche Bedürfnisse einzelner Anwender/Kunden (Customer) ohne aufwendige Programmierung vorzunehmen.
Umsetzung:
Dieses erfolgt durch den Eintrag einer Vielzahl von Parametern in vorgegebenen Tabellen (in SAP R3: sind dies 3000-5000 pro Modul)
Ziel:
Hierdurch lassen sich individuelle Anforderungen ohne Programmierung und ohne zusätzliche Kosten realisieren.
Datenbankorientierung
Die im Anwendungssystem relevanten Daten werden in einer Datenbank gespeichert. Eine Datenbank umfasst eine Mehrzahl von Dateien (Datensammlungen) zwischen denen Verknüpfungen bestehen oder hergestellt werden können.
Die Vorteile einer solchen Vorgehensweise sind:
- geringere Redunanzen
- eleganten Datenverknüpfungen und Zugriffsmöglichkeiten
- flexible Auswertungsmöglichkeiten mit Hilfe von Datenbankabfragesprachen
Verteilte Datenverarbeitung in Form von Client/Server Architekturen
Hier werden die Aufgaben eines Anwendungssystems auf verschiedene Rechner in einem Netz aufgeteilt.
Im Netz gibt es Rechner (mit Serverfunktion), die ihre Dienstleistungen anderen Rechnern (Clients) zur Verfügung stellen
Wir unterscheiden zwischen einer dreistufigen und einer zweistufigen Architektur.
Einstufige Architektur:
Hier werden die Datenhaltung, die eigentlichen Anwendungsprogramme und die Ein und Ausgabe der Daten voneinander getrennt.
Die Daten werden auf einen Datenbankserver gehalten, der von den Anwendungen, die auf einen Applikationsserver liegen angesprochen wird und diese wiederum wird von Clients (PCs oder Workstations) angesprochen.
Zweistufige Architektur
Hier werden sowohl die Daten als auch die Applikationen auf einen gemeinsamen Server gehalten. Die Präsentation (Daten Ein/Ausgabe) erfolgt auf einem PC als Client.
Die Vorteile sind, dass kein Generalrechner, sondern für jede Aufgabe der geeignete Rechner im Einsatz ist.
als Client kann z.B. ein PC mit schneller CPU und Grafikeigenschaften genutzt werden und als Server: UNIX oder NT Rechner.
Dialogorientierung
Ein Vorgang wird vollständig unmittelbar am Sichtgerät durch Interaktion zwischen Mensch und PC bearbeitet.
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