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Internes Rechnungswesen - Hohenbild - Lernunterlagen

I. Schlüßelungsprobleme

Problem: sachgerechte Schlüssel für eine gerechte Verteilung von Kosten zu finden.

Grundformel:

KA (Kostenanteil) =
(Zu verteilende Kostensumme * Schlüsselzahl der Kostenstelle A)
/
(Summe der Schlüsselzahlen aller Kostenstellen)

1. mengenmäßige Schlüsselverteilung:

Schlüsseleinheitskosten = Kostensumme : Schlüsseleinheitskosten

2. Verhältnis zwischen Preis und Gütern

Zuschlagsprozentsatz (im Grunde Wertzunahme mit Dreisatz)

Zuschlagsprozentsatz = ( Kostensumme * 100 ) / Summe der Schlüsselzahlen

3. Anteilsmäßige Verteilung:

Um welchen Anteilsfaktor nimmt der ursprüngliche Wert zu?

Anteilsfaktor =
(Schlüsselzahl der Kostenstelle A)
/
(Summe der Schlüsselzahlen aller Kostenstellen)

4. Anteilsprozentige Vermehrung:

Zunahme prozentual

Anteilsprozentsatz = (Schlüsselzahl der Kostenstelle A * 100)
/
(Summe der Schlüsselzahlen aller K-Stellen)


ACHTUNG: Kostenanteil= Kostensumme * (Anteilsprozentsatz / 100)

II. Innerbetriebliche Leistungsverrechnung:

Endkostenstellen: fertiges Produkt, Absatzleistung:

Andere Fertigungsstellen erbringen innerbetriebliche Leistung und sekundäre Kosten können abgegeben werden oder entstehen. Vorkostenstellen
- erbringen Leistung für andere Kostenstellen
- sind eine sekundäre Gesamtkostenverteilung


direkte Verrechnung:
(keine Verrechnungsverflechtung) - Kosten werden direkt von den Vorkostenstellen auf die Endkostenstellen weitergegeben:

AUFGABE 10 SEITE 40 Hohenbild Skript
leistend:->K1K2K3K4
empfangend|
K102/51/40
K21/2000
K31/23/500
K40000
Gegebene primäre Kosten:

K1 = 600 K2 = 800 K3 = 10.000 K4 = 12.000

Gesamtkosten berechnen, laut Aussage Hohenbild reicht die Angabe der Formel aus. In diesen Beispiel also.

Einzelkosten = Primäre Kosten + zugegebene sekundäre Kosten (von der empfangenen Seite gelesen)

K1 = 600 + 2/5 K2 + 1/4 K3 + 0 K4
K2 = 800 + 1/2 K1
K3 = 10.000 + 1/2 K1 + 3/2 K2
K4 = 12.000


Die Gesamtkosten berechnen sich nun in dem alle Einzelformen in K1 eingesetzt werden.

K1 = 600 + 2/5 (800+1/2K1) +1/4 (10.000+1/2K1+3/2K2) + 0(12.000)

Die Endkosten berechnen sich nun von der leistenden Kostenseite.

Endkosten K1 = (1 - 1/2- 1/2) * Gesamtkosten K1
Endkosten K2 = (1 - 2/5 - 3/5) * Gesamtkosten K2
Endkosten K3 = (1- 1/4) * Gesamtkosten K3
Endkosten K4 = (1-0) * Gesamtkosten K4


III. Umsatzkostenverfahren, Gesamtkostenverfahren:

Beide kommen aufs gleiche Ergebnis, jedoch auf unterschiedlichen Wege:

Gesamtkostenverfahren = alle Kostenträger zusammengefasst - Gesamtkosten

Umsatzkostenverfahren = Kosten und Umsatzerlöse nach Kostenträger getrennt

Vorteil des Umsatzkostenverfahrens ist die Sichtbarkeit von Teilerfolgen.

IV Maschinenstundensatz ab Seite 70 Skript.

ACHTUNG Seite 50 bietet sich als multiple Choice an:

Maschinenstundensatz = Gemeinkosten einer Maschine pro Stunde

Als Hilfsmittel der Fertigungsgemeinkosten (Skript Seite 70 - 73)

AUFGABE 11 Seite 73.)

MSS=
Maschinenabhängige Fertigung GK
/
Laufzeit


1. Schritt : Berechnung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten:

a)Abschreibung

Afa =(Wiederbeschaffungswert - Restwert) / Nutzungsdauer

ACHTUNG: Zu beachten ist der Index der Wiederbeschaffungsjahres. Beim Anschaffungsjahr lag der Index bei 130 und der Beschaffungspreis und die Investitionskosten bei 130.000 Der Index des Wiederbeschaffungsjahres liegt jedoch bei 150, somit beträgt der Wiederbeschaffungswert 150.000)

AfA = (150.000 - 10.000) / 8 = 17.5000

b) kalkulatorische Zinsen:

kalk. Zinsen = ( (Anschaffungswert + Restwert) /2 ) * kalk Zins.
kalkulatorische Zinsen = { (130.000 + 10000) / 2 } * 10 % = 7.000

c) Instandhaltungskosten

d) Instandhaltung = 4% * 130.000 = 5200

e) Raumkosten = 5,- * 20 (Quadratmeter) * 12 (Monate)= 1.200

f) Werkzeuge = 4.100

g) Energiekosten

ACHTUNG in dieser Aufgabe wird die Maschine nur zu 50 % ausgelastet somit: Energie = 10 (Leistung)* 0,2 (Energiekosten) * 1400 (Stunden) * 50 % = 1.4000

Maschinenstundensatz =
Maschinenabhängige FGK (Summe a) bis g)) = 36.400
/ Laufzeit 1.400
=26


ACHTUNG:

Maschinenstundensätze werden im Voraus berechnet und sind wichtig bei der Entscheidung ob sich die Anschaffung einer Maschine lohnt (bzw. ob die Laufzeit der Maschine ausreichen würde, den hohen Fixkostenblock einer Maschine zu decken.).

IV Ermittlung von Fertigungskosten

AUFGABE 12 Seite 73

Fertigungskosten werden für jede Maschine einzeln berechnet. Sie setzen sich zusammen aus:

Fertigungslöhne + FGK ( Maschinenstundensatzkalkulation + Restgemeinkosten)

Drehmaschine=

Fertigungslöhne = 15 Stunden * 22,- Stundenlohn = 330

FGK
MSK = 15 Stunden * 30 Maschinenstundensatz = 450
RGK 120 % von Fertigungslöhne = 120 % * 330 = 396
-------------------
Fertigungskosten Drehmaschine = 1.176


Fräsmaschine=

Fertigungslöhne = 10 Stunden * 21,- Stundenlohn = 210
FGK
MSK = 10 Stunden * 40 Maschinenstundensatz = 400
RGK 80 % von Fertigungslöhne = 80 % * 210 = 168
-------------------
Fertigungskosten Drehmaschine = 778


Schleifmaschine=

Fertigungslöhne = 8 Stunden * 20,- Stundenlohn = 160
FGK
MSK = 8 Stunden * 50 Maschinenstundensatz = 400
RGK = 5,- * 8 Stunden = 40
------------------
Fertigungskosten Schleifmaschine = 600


V.Kuppelkalkulation:

Aus einen Prozess gehen mehrere Produkte zwangsläufig hervor (Zum Beispiel: Tischlerei -> Tische und Sägemähne für Ställe). Es entstehen Gemeinkosten von denen weder fixe noch variable Kosten auf die Kuppelprodukte zugerechnet werden können.

Siehe auch Seite 91

VI Vollkostenrechnung + Teilkostenrechnung

Vollkostenrechnung

- traditionell : Zuteilung sämtlicher Kosten auf Produkt
- modifizierte: Aufteilung in fixe und variable Kosten
- 1. Zurechnung der variablen Kosten (kurzfristige Planung)
- 2. Zurechnung aller Kosten (langfristige Preispolitik)


Teilkostenrechnung.
Zurechnung der Grenzkosten ( K' ) auf einzelne Produkte.
Die Grenzkosten ergeben sich aus Einzelkosten (variable Kosten) + variable Gemeinkosten.
Unter der Teilkostenrechnung zählen...:

1. Direct Costing
2. Fixkostenrechnung
3. Einzelkostenrechnung


DIRECT COSTING

1. Schritt: Berechnung des Deckungsbeitrag...: DB = Preis - KV

2. Schritt Berechnung des Bruttoperiodenerfolges: Bruttoperiodenerfolg = DB * Absatzmenge

3. Schritt Berechnung Nettoperiodenerfolg Nettoperiodenerfolg = Bruttoperiodenerfolg - KF

ð führt zum Betriebsergebnis.

BEACHTE: Grenzkosten = Bruttoerfolg - KF



FIXKOSTENRECHNUNG

Preis
- variable Stückkosten kV
---------------------------------
=> DB I

- Produktarten fixe Kosten
---------------------------------
=> DB II

- Produktgruppenfixe Kosten
---------------------------------
=> DB III

- Sparten oder bereichsfixe Kosten
---------------------------------- => DB IV

- unternehmen fixe Kosten
-----------------------------------
entspricht Nettoperiodenerfolg bzw. Betriebsergebnis

EINZELKOSTENRECHNUNG:

Variable Kosten werden wie gehabt berechnet.
Sämtliche Kosten werden einzelnen Produkten (Produktarten, Unternehmungen) zugerechnet.
Fixkosten werden wie variable Kosten den Produkt als Einzelkosten zugerechnet.


VI a) Programmbereinigung

Ohne Engpass: Nettoperiodenerfolg = Stückpreis - Stückkosten.

Produkte werden aus Angebot herausgenommen bei negativen Deckungsbeitrag, wenn kein Marketinggedanke dagegen spricht.

ACHTUNG: KLAUSURVERDÄCHTIGE AUFGABE AUF SEITE 99:

AUFGABE 15 Seite 99

Deckungsbetrag = Stückpreis - variable Stückkosten
Bruttoperiodenerfolg = DB * Absatzmenge
KF = gesante Stückkosten - variable Kosten
Als Nebenrechnung = fixe Kosten * Absatzmenge
Nettoperiodenerfolg = Bruttoperiodenerfolg - KF * Absatzmenge


DeckungsbeitragBruttoperiodenerfolgFixe Kosten KFKF * StückNettoperiodenerfolg
70140.0002040.000100.000
2020.0002020.0000
50200.00040160.00040.000
-10-30.0003090.000-120.000


a) Nettoperiodenerfolg berechnet sich aus der Summe der Nettoperiodenerfolge

Nettoperiodenerfolg 20.000

b) Rangfolge nach Höhe der Deckungsbeiträge

Ergo 1,3,2,4

c) Welches Produkt sollte nicht mehr produziert werden?

Produkt 4, sollte aufgrund des negativen Deckungsbeitrag nicht mehr produziert werden.

VII Fixkostendeckungsrechnung

Skript Seiten 108 - 113

VIII Plankostenrechnung

Aufgaben der Plankostenrechnung
1.
- Verbesserung der Kostenkontrolle, durch Vergleich der Plankosten mit Istkosten
- Kontrolle der Wirtschaftlichkeit
2.
- liefert Daten für Planung und Entscheidung
3.
- Durchführung einer Plankalkulation.
ZIEL: geplante Leistung mit minimalen Kosten zu erreichen (Minimalprinzip)

Wir unterscheiden 2 Formen die starre und die flexible.

Starre Plankostenrechnung : Istkosten werden mit geplanten Kosten direkt verglichen
Flexible Plankostenrechnung: Plankosten werden auf Istkosten umgerechnet.


Somit werden Sollkosten erhalten. Formel zur Berechnung auf Seite 118

Ferner Seite 117 wichtig!

ACHTUNG: Besonders Aufgabe Seite 119 !!! VIII Prozesskostenrechnung

Ab Seite 120 im Skript

Schwächen und Aufgaben der Prozesskostenrechnung 1. beanspruchungsgerechte Kostenverteilung (individuelle Kosten an Projekt)
2. innerbetriebliche Transparenz
3. Bildung sachgerechter Kalkulationsgrundlagen.


So können für jedes Arbeitsgebiet eigene Kosten festgelegt werden. Die Schritte hierzu sind:

I. Tätigkeitsanalyse
II. Mitarbeiterbefragung


Achtung: verschiedene Prozesse passen sachgerecht zusammen. -> Teilprozesse über mehrere Kostenstellen) ergibt Hauptprozesse

Skript Seite 122 - 123

Beispiel zur Prozesskostenrechnung auf Seite 125!!!!

Lmi bedeutet Leistungsmenge indiziert (lässt sich feststellen)

Lmn Leistungsmenge neutral.



lmi = GE / ME
Umlagesatz = lmn / Summe der GE
Lmi * Umlagesatz = lmn


Vorteile + Nachteile:

Vorteil:
Leistungsmengen indizierte Teilprozesse können durch Prozesskostensätze berechnet werden und sachgerechter zugeteilt werden.

Nachteil:
Abteilungsleiter lmn müssen immer noch über Umlagesätze oder Zuschlagsätze verrechnet werden, die nicht genau sind.
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